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 Lehrpfade und Informationstafeln (im Naturpark Altmühltal)

Im Gedenkgarten der Bavaria-Buche bei Pondorf.

https://bavariabuche.de/schautafeln/

Der Garten wurde als Denkmal für den einst „schönsten Baum Deutschlands“ bei Pondorf in Bayern eingerichtet.

Bei der Architektenplanung handelt es sich um ein LEADER-Projekt, das zusätzlich durch das Bayerische Staats­ministerium für ­Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europä­ischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert wurde.

Die Idee des Auftraggebers: In der zentralen Präsentation sollte das Alter und die Größe der Bavaria-Buche dargestellt werden. In vielen Beschreibungen liest man immer wieder von einem Alter von 600 bis 800 Jahren, eine Zeitspanne, die für große Bäume nicht ungewöhnlich erscheint. Ein Stammdurchmesser von etwas über 3m und eine Baumkrone mit über 30m machen solche Schätzungen verständlich.

Unsere Umsetzung: Bei Gesprächen mit Fachleuten aus der Forstwirtschaft und mit Biologen wurde klar, dass Rotbuchen nur ca. 300 Jahre alt werden. Wie kam es also zu dem vielbesagten Alter von 600 bis 800 Jahren?

Erklärung: Sieht man sich junge Buchenwälder an, findet man häufig dicht beieinander stehende junge Buchen, vielfach weniger als 1m voneinander entfernt. Werden diese Bäume größer, können sie sich nicht ausweichen. Sie verwachsen miteinander und es entsteht  im Laufe von Jahrzehnten ein Stamm aus mehreren Einzelstämmen. So kam es auch bei der Bavariabuche zu dem ungewöhnlich großen Baum. Bei der Altersangabe von 600 bis 800 Jahren handelt es sich um einen Mythos. Das tatsächliche Alter lag bei 300 bis 350 Jahren.

GeoPfade gestaltete die zentrale Informationstafel zu und mit der original Astscheibe (ca. 120cm) der Buche. Die konservierte Astscheibe wurde hinter einer Glasscheibe (Einscheibensicherheitsglas ESG, 170x170cm, 15mm) auf eine Bretterwand fixiert. Um die Astscheibe fügen sich Informationen und Erklärungen um das Thema "Wie alt ..., wie groß ... war denn die Bavaria-Buche?"

Rechts daneben sieht der interessierte Besucher, was sich im langen Leben der Bavaria-Buche ereignete.

BaBu Tafel Homepage
Verwendete Materialien: Einscheibensicherheitsglas 170x170 cm, 15mm. Befestigung: Balardo-Alusockel. Der Digitaldruck erfolgte rückseitig. BaBu Aluschiene 2

Daiting Usselpromenade800x600

An der Usselpromenade der Gemeinde Daiting

Erläuterungen zu den Steinstelen des Künstlers Rupert Fieger

Die kleine Gemeinde Daiting erlebte in den vergangenen Jahrhunderten eine sehr bewegte Geschichte. Im Mittelalter stand hier in nächster Nähe die Burg Meilenhart, die zuletzt Raubritter bewohnten. Die Burg wurde 1421 ausgeraubt und geschleift. Bis vor dem 30-jährigen Krieg wuchs die Gemeinde auf 75 Bauernhöfe an, jedoch hinterlies der Krieg blutige Spuren: nur sechs Untertanen überlebten. Einige Jahrzehnte später im Jahre 1704 zog der Markgraf Ludwig von Baben mit 18 000 Mann nach Daiting und hielt dort Rast. Daiting und umliegende Orte wurden geplündert! Das Dorf erholte sich wieder und in den folgenden Jahrhunderten wurde Erz abgebaut. Eine bewegte Zeit.

Wo früher eine Verkehrsinsel war, ziert heute ein Quellstein eine Promenade entlang des kleinen Flüsschens Ussel. Der Eichstätter Steinmetzmeister und Künstler Rupert Fieger gestaltete sieben Steinstelen. Sie säumen nun den Quellstein und erzählen die Geschichte der Ortschaft.

Aufgabenstellung: Die künstlerischen Darstellungen sollten allgemeinverständlich präsentiert werden.


Infotafel Daiting

Umsetzung: Um die künstlerischen Darstellungen verständlicher zu machen, wurden sie auf zwei Informationstafeln fotografisch dargestellt. Kurze Texte klären die geschichtlichen Ereignisse und Zusammenhänge.

Als Tafelhintergrund diente das Relief einer bearbeiteten Marmorplatte.

 

Material: Die Informationstafel wurde als Hochdrucklaminatplatte (HPL) gefertigt. Diese gewährleistet durch die hohe Festigkeit eine weitestgehende Sicherheit gegenüber Vandalismus.

Die HPL-Platte wurde in eine speziell angefertigte Halterung aus Edelstahl eingelassen. Die Halterung ist ca. 50cm tief in den Boden einbetoniert. Die HPL-Platte wird schraubenlos in U-Profilen versenkt.

 

 

http://www.daiting.eu/seite/329452/usselpromenade.html

 

 

Bei der Einweihung: Am "Karst-Lehrpfad Monheimer Alb" gibt der Museumspädagoge Hans-Dieter Haas Erläuterungen

Am "Karst-Lehrpfad Monheimer Alb"

Geht man bei einem Spaziergang mit offenen Augen durch die Landschaften der Alb, so fallen immer wieder trichterförmige Geländemulden auf, die etwa 2 m bis über 20 m Durchmesser haben können. Manche sind nur etwa einen Meter tief, andere bis über zehn Meter. Die meisten sind mehr oder weniger rund und bisweilen befinden sie sich am Ende von kleinen Tälchen. Solche Vertiefungen nennt man “Dolinen”.

Außerdem beobachtet man einige Bäche, die nach ihrer Quelle nur einen kurzen Verlauf von einigen hundert Metern aufweisen und dann schon wieder im Untergrund verschwinden. Während einiger Zeit im Jahr sind sie gar nicht zu finden. Auch die Gailach versickert im Laufe des Jahres im Talboden, tritt dann aber nach wenigen Kilometern in Mühlheim in einer der größten Karstquellen wieder zutage.

Der Auftrag: Diese Phänomene sollen entlang des kleinen Flüsschens Gailach auf einem Fahrrad- und Wanderweg dargestellt werden.Bachbett trocken

Umsetzung: Nach anfänglichen Geländebeobachtungen und -untersuchungen haben wir an ausgewählten Stellen entlang der Gailach die Geologie der Umgebung erläutert. Erdstürze, Trockentäler, Flussschwinden, Höhlen  und weitere Phänomene werden in Grafiken und mit Bildmaterial aus der nächsten Umgebung erklärt. Auf fünf Informationstafeln finden nun interessierte Wanderer und Radler Erklärungen zu der ungewöhnlichen Landschaft.

Material: Die fünf Informationstafeln wurden als Hochdrucklaminatplatten (HPL) gefertigt. Diese gewährleistet durch die hohe Festigkeit eine weitestgehende Sicherheit gegenüber Vandalismus.

Die HPL-Platte wurde in eine speziell angefertigte Halterung aus Edelstahl eingelassen. Die Halterung ist ca. 50cm tief in den Boden einbetoniert. Die HPL-Platte wird schraubenlos in U-Profilen versenkt.

 

Auch Outdoorfreunde finden auf der Internetseite von "Komoot" den Lehrpfad:

https://www.komoot.de/highlight/419483

  

"Natürlich - Unendlich"

Die Mittelschule Monheim setzt für die Beheizung des Schulgebäudes auf eine umweltfreundliche Hackschnitzelanlage. Das Brennmaterial wird von Bauern aus der Umgebung geliefert. Der Schulleiter legte großen Wert darauf, die Schüler mit dem Thema "Regenerative Energien" vertraut zu machen.

Der Auftrag: Das Thema "Regenerative Energien" soll für künftige Schüler dauerhaft auf dem Schulgelände verständlich nachvollziehbar sein.Infotafeln im Schulhof Monheim

Umsetzung: Mit Schülern der 10. Klassen wurde das Thema gemeinsam erarbeitet. Sie erstellten Texte und Grafiken und lieferten auch Bildmaterial.
Diese Schülerleistungen wurden dann in unsere Gestaltung anschaulicher Darstellungen mit eingearbeitet. 
Am Rande eines neuen Rondels aus Steinquadern in Form einer liegenden Acht – das mathematische Zeichen für Unendlich – wurden fünf Informationstafeln im Schulhof aufgebaut. 
Schüler haben hier nun die Möglichkeit, auch in Unterrichtsgängen in kleinen Gruppen um die Pulttafeln stehend, das Thema nachzulesen oder auch zu erarbeiten.

Material: Die fünf Informationstafeln wurden aus Hochdrucklaminatplatten (HPL) gefertigt. Das HPL gewährleistet durch die hohe Festigkeit eine weitestgehende Sicherheit gegenüber Vandalismus.
Damit von scharfen Kanten und Ecken keine Verletzungsgefahr ausgeht, wurde jede Tafel in einer CNC-Fräse entschärft.

Die Halterungen wurden aus T-Eisen mit aufliegender Stahlplatte geschweißt, verzinkt und ca. 50cm tief in den Boden einbetoniert. Die HPL-Platten wurden schraubenlos auf die Stahlplatten laminiert.

 

"Der alte Brunnen am Schulhof" bei der Grundschule Langenaltheim.

Die Schule befindet sich ca. 150m über dem Altmühltal in einem ausgedehnten Karstgebiet. Eigentlich gibt es hier oben auf der Albhochfläche kein Grundwasser. Da ist es verwunderlich, dass man früher dennoch im Schulhof der Grundschule aus einem Brunnen Wasser geschöpft hat.

Der Auftrag: Der alte und schon seit vielen Jahren nicht mehr genutzte Brunnen im Schulhof wurde restauriert und wieder in Betrieb genommen. Unsere Aufgabe war es, die frühere Nutzung und die Restaurierung in Informationstafeln festzuhalten. Darüber hinaus sollte auch die außergewöhnliche Besonderheit des Brunnens auf der Albhochfläche geklärt und anschaulich dargestellt werden.

Langenaltheim Brunnen T3

Umsetzung: Mit Schülern der 4. Grundschulklasse wurde in einem Unterrichtsgang das Phänomen des Karstes anschaulich anhand eines Landschaftsmodells dargestellt. Sie konnten ausprobieren, wie Regenwasser schnell im karstigen Untergrund weitgehend ungehindert bis zum Grundwasserspiegel im Tal versickert.

Aber warum gibt es dennoch dieen und etliche andere Brunnen in und um Langenaltheim?
Dies liegt an der besonderen geologischen Situation, vor allem an der Nähe zum Meteoritenkrater Nördlinger Ries. Vor 14,7 Millionen Jahren schlug in der Nähe ein Meteorit in die Albhochfläche ein und hinterlies einen Krater mit ca. 25km Durchmesser. Beim Einschlag wurden riesige Auswurfmassen über die nähere Umgebung geschüttet. Der wasserdurchlässige Karst wurde dadurch abgedichtet. In der Folge konnte sich Wasser oberflächennah ansammeln und  wie in Lagenaltheim in Brunnen geschöpft werden.

Schüler und interessierte Besucher können nun auf insgesamt 11 Schautafeln die geologischen Zusammenhänge und weitere Besonderheiten der Umgebung leicht erkennen.

Die Gestaltung der Holztafel wurde von der Gemeinde vorgenommen.

Installation einer Infotafel am "Dolinen-Lehrpfad Tagmersheim"

https://www.monheimer-alb.de/wege/dolinenlehrpfad-286/

https://www.geopark-ries.de/wege/dolinenlehrpfad-286/

 

Die Schautafel "Wasserspielplatz Monheim" zeigt Kindern und Eltern, was man mit Wasser so alles machen kann.

https://www.monheimer-alb.de/sehenswertes/spielplatz_monheim_altweiherwe-23518/

"Entwicklung des Lebens in geologischen Zeiträumen" in Eichstätt auf dem Weg zur Willibaldsburg und zum Jura-Museum Eichstätt.

 

Diese Infotafeln sind auch auf der Internationalen Plattform von Europeana.eu hinterlegt.

 

Broschüren:

Eine begleitende Broschüre auf dem Wanderweg "Geoweg Urdonautal" — Wander- und Radroute zur Erd- und Flussgeschichte im Naturpark Altmühltal.

https://www.urdonautal.info/wege/geoweg_urdonautal-330/

 

MultiMedia-Projekte (durchgeführt im Jura-Museum Eichstätt):

„Eule und Mensch“, Point of Information (POI) zur gleichnamigen Sonderausstellung.

„Vergleich von fossilen und rezenten Fischen“.

„Das Perlboot Nautilus“.

„Die Solnhofener Plattenkalke - ein Fenster in die Erdgeschichte“.

„Die Physik des Vogelfluges“.

„Juravenator starki - Das Fossil des Jahres 2009“.

"Korallenriffe".

"Das menschliche Skelett" als Informations-Terminal zur Sonderausstellung "Stumme Zeugen".

 

Hör- und Video-Stationen:

für Sonderausstellungen und Dauerausstellung.

Technische Lösungen für W-Lan Empfang von Hörbüchern über ein (vom Internet abgekoppeltes ! ) Intranet.